Sexualstrafrecht

Das Sexualstrafrecht ist im Wesentlichen im dreizehnten Abschnitt (Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) des Strafgesetzbuches geregelt.

 

Es umfasst neben den eigentlichen Sexualstraftaten wie der sexuellen Nötigung (§ 177 StGB) und Missbrauchstatbeständen wie den sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener (§ 174 StGB) und sexueller Missbrauch von Kindern (§ 176 StGB) auch Sexualstraftaten im weiteren Sinne wie z.B. die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger, früher bekannt als Kuppelei oder die Verbreitung verschiedener pornographischer Schriften.

 

In keinem anderen Bereich des Strafrechts kommt so oft zu Falschbeschuldigungen wie im Sexualstrafrecht. Dabei ist gerade in diesem Rechtsgebiet die Beweislage häufig kompliziert, da es zumeist "Aussage gegen Aussage" steht. Bei der Verteidigung in Sexualstrafsachen ist demnach ein besonderes Augenmerk auf aussagepsychologische Aspekte zu legen.

 

Neben der eigentlichen Strafverteidigung spielen auch Fragen des Presse- und Medienrechts sowie die Verteidigung gegen Angriffe Dritter (z.B. Beleidigung in sozialen Netzwerken) eine nicht zu unterschätzende Rolle, da meist bereits der Vorwurf einer Sexualstraftat eine enorme gesellschaftliche Ächtung nach sich zieht.