Wirtschaftsstrafrecht

Das Wirtschaftsstrafrecht stellt einen Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit dar. Häufiger sehe ich mich dabei mit der Frage konfrontiert, was Wirtschaftsstrafrecht überhaupt sei.

 

Nach meiner Definition lassen sich unter dem Begriff allgemein Straftaten im geschäftlichen Verkehr, also im Wirtschaftsleben zusammenfassen. Im Kern gehören hierzu Delikte, die eine wirtschaftliche Betätigung voraussetzen. Das sind beispielsweise das Vorenthalten von Arbeitnehmerentgelten (§ 266a StGB), Untreue (§ 266 StGB), Subventionsbetrug (§ 264 StGB) und Bestechung/Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr (§ 299 StGB). Daneben zählen auch die Insolvenz- und Bilanzdelikte wie Bankrott (§ 283 StGB), Schuldner- und Gläubigerbegünstigung (§ 283c und d StGB), Verletzung der Buchführungspflicht (§ 283b StGB) und Insolvenzverschleppung (§ 15a Abs. 4 InsO) zum Kreis der Wirtschaftsstraftaten. Ebenso ist auch ein Betrug oder eine Erpressung im geschäftlichen Verkehr Wirtschaftsstrafrecht im weitesten Sinne.

Wie auch im Steuerstrafrecht sind neben strafrechtlichen auch Kenntnisse des Wirtschaftslebens sowie der Buchführung notwendig um erfolgreich im Wirtschaftsstrafrecht verteidigen zu können. So kommt es in Wirtschaftsstrafverfahren häufiger als anderswo vor, dass nicht die Strafe selbst, sondern ihre Nebenfolge die unangenehmsten und folgenschwersten Auswirkungen haben. Der Verteidiger sollte immer auch die Möglichkeit des Verfalls, eine mögliche Ordnungswidrigkeit oder auch mögliche Schadensersatzansprüche der geschädigten Unternehmen im Auge behalten und seine Strategie ggf. darauf ausrichten.

 

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